5 Tipps für die Gründung einer 2-Mütter-Familie
Wir bei Born Donor Bank kennen die einzigartigen Überlegungen und Entscheidungen, die mit der Gründung von 2-Mütter-Familien einhergehen, und wir sind für Sie da, um Sie zu beraten und Ihnen auf diesem Weg zu helfen. Hier sind einige grundlegende Tipps für die Gründung Ihrer Familie.
1. Machen Sie sich mit Ihren Fertilisationsoptionen vertraut
Für 2-Mütter-Familien beginnt der Weg zur Elternschaft häufig mit Spendersamen. Allerdings stehen auch mehrere Fertilisationsoptionen zur Auswahl und es ist sehr wichtig, dass Sie sich für die Methode entscheiden, die am besten zu den Werten und Zielen Ihrer Familie passt.
- Intrauterine Insemination (IUI): eine weitverbreitete Kinderwunschbehandlung, bei der Sperma zum Zeitpunkt des Eisprungs direkt in die Gebärmutter einer Partnerin übertragen wird. IUI ist im Allgemeinen weniger invasiv und für viele 2-Mütter-Familien häufig der erste Schritt. Es ist ein relativ unkompliziertes Verfahren und kann eine sehr effektive Methode sein, um schwanger zu werden.
- In-vitro-Fertilisation (IVF): IVF ist eine andere Option, bei der Eier mit Spendersamen außerhalb des Körpers befruchtet werden. Nach der Befruchtung wird der so entstandene Embryo in die Gebärmutter einer Partnerin übertragen. Einige Paare entscheiden sich dafür, dass eine Partnerin die Eier zur Verfügung stellt, während die andere Partnerin dann das Baby austrägt. Bei dieser Methode haben beide Eltern eine biologische Verbindung zum Kind.
- Reziproke IVF: Diese einzigartige Option ist speziell für 2-Mütter-Familien vorgesehen. Bei reziproker IVF stellt eine Partnerin die Eier zur Verfügung, die mit Spendersamen befruchtet und anschließend in die Gebärmutter der anderen Partnerin eingepflanzt werden. Bei diesem Ansatz haben beide Partnerinnen eine biologische Beteiligung an der Schwangerschaft, da die Eier von einer Partnerin stammen und das Kind von der anderen Partnerin ausgetragen wird.
Allerdings muss beachtet werden, dass reziproke IVF nicht in allen Ländern verfügbar ist, d. h. Sie müssen die Bestimmungen und Praktiken in Ihrem Wohnsitzland im Vorfeld recherchieren. Am besten lassen Sie sich von einem Fertilitätsspezialisten beraten, ob diese Option für Sie und Ihre Partnerin geeignet ist und welche medizinischen und gesetzlichen Umstände dabei berücksichtigt werden müssen.
2. Bedenken Sie frühzeitig rechtliche Aspekte
Es ist unabdingbar, dass von Anfang für beide Partnerinnen Rechtsansprüche in Bezug auf das Kind gesichert werden. Gesetze zu elterlichen Rechten können je nach Land oder Region erhebliche variieren, sodass Sie sich unbedingt von Anfang an juristisch beraten lassen sollten.
Für Paare, bei denen eine Partnerin nicht die biologische Mutter ist, kann eine gute Kenntnis der jeweils geltenden gesetzlichen Anforderungen sehr wichtig sein. In einigen Rechtssystemen muss die nicht-biologische Mutter u. U. ein gesetzliches Co-Elternschaft-Adoptionsverfahren durchlaufen, um offiziell als Elternteil anerkannt zu werden. Diese Anforderung gilt auch dann, wenn die Mütter miteinander verheiratet sind. Diese Voraussetzung stellt sicher, dass beide Partnerinnen die gleichen Rechte und Verantwortlichkeiten in Bezug auf das Kind haben. Wenn Sie diese juristischen Belange im Vorfeld klären, können Sie ein sicheres und unterstützendes Umfeld für Ihre Familie schaffen, sodass sich beide Elternteile vollständig auf die Erziehung ihres Kindes konzentrieren können.
3. Entscheiden Sie sich, wer das Kind austragen soll
Einer der schönsten Aspekte der Familiengründung für ein 2-Mütter-Paar ist die einmalige Gelegenheit, gemeinsam festzulegen, wer von beiden das Kind austragen wird. Hierbei gibt es mehrere wichtige Faktoren zu bedenken.
- Fruchtbarkeit: Ein guter erster Schritt ist eine Fertilitätsuntersuchung beider Partnerinnen. Dadurch erhalten Sie wertvolle Informationen über Ihre Zeugungsfähigkeit, was wiederum hilfreich bei der Ermittlung ist, welche Partnerin eine größere Chance hat, schwanger zu werden. Das ist besonders wichtig, wenn Sie eine Methode wie intrauterine Insemination (IUI) oder In-vitro-Fertilisation (IVF) nutzen möchten.
- Alter: Das Alter kann eine wichtige Rolle bei der Entscheidung treffen, wer das Kind austragen wird. Die Fruchtbarkeit nimmt im Allgemeinen mit zunehmendem Alter ab – ein Umstand, der erheblichen Einfluss auf diese Entscheidung haben kann. Allerdings sollte erwähnt werden, dass es aufgrund der Fortschritte im Bereich Kinderwunschbehandlungen bei vielen Frauen im Alter von Ende 30 und Anfang 40 trotzdem zu erfolgreichen Schwangerschaften kommt.
- Persönliche Vorzüge: Persönliche Gefühle und Vorzüge spielen bei dieser Entscheidung ebenfalls eine erhebliche Rolle. Bei einigen Paaren kann eine Partnerin schon immer davon geträumt haben, eine Schwangerschaft zu erleben, während andere Paare an dieser Erfahrung durch reziproke IVF teilhaben möchten – ein Verfahren, bei dem eine Partnerin die Eier spendet und die andere das Kind austrägt. Offene und ehrliche Gespräche über Ihre Wünsche und Gefühle kann Ihre Verbindung stärken und sicherstellen, dass beide Partnerinnen sich während des ganzen Prozesses eingebracht und ernst genommen fühlen.
Letztendlich handelt es sich hierbei um eine äußerst individuelle Entscheidung, und das Wichtigste dabei ist, dass sich beide Partnerinnen unterstützt fühlen und sich auf den vor ihnen liegenden Weg freuen.
4. Wählen Sie Ihren Samenspender aus
Die Wahl des richtigen Samenspenders ist eine wichtige und äußerst persönliche Entscheidung. Uns ist bewusst, welche Bedeutung diese Wahl hat, und wir investieren ein erhebliches Maß an Zeit und Aufwand darin, jeden unsere Spender gründlich kennenzulernen. Auf diese Weise können wir Ihnen helfen, die ideale Übereinstimmung für Ihre Bedürfnisse und Vorzüge zu finden. Aus diesem Grund finden Sie in jedem Spenderprofil eine Fülle an ausführlichen Informationen, sodass Sie sich ein entsprechendes Bild machen und eine fundierte Entscheidung treffen können. Die meisten Spenderprofile enthalten die folgenden Informationen:
- Babyfotos
- Körperliche Merkmale
- Bildung und berufliche Tätigkeit
- Persönlichkeitsmerkmale, Hobbys und Interessen
- Eindrücke unserer Mitarbeiter
- Einen handschriftlichen Brief des Spenders
- Lustige Fakten und Zitate
- Spenderkategorie und Familienlimit
Sie möchten mehr wissen? Warum erstellen Sie nicht einfach ein kostenloses Konto und sehen sich die Spenderprofile auf unserer Website. Mithilfe unserer Filteroptionen können Sie Ihre Suche anhand von körperlichen Merkmalen, Bildung, beruflicher Tätigkeit und vielem mehr verfeinern, sodass Sie einen Spender finden können, der Ihren Vorstellungen entspricht. Nehmen Sie sich beim Durchgehen der Profile ausreichend Zeit, um einen Spender auszuwählen, dessen Eigenschaften sowohl für Sie als auch für Ihre Partnerin stimmig sind. Für weitere Hinweise zur Wahl des richtigen Samenspenders können Sie sich auch den folgenden Blog-Beitrag ansehen.
ID- oder No-ID-Release-Spender?
Einer der wichtigsten Aspekte, den Sie berücksichtigen müssen, ist die Entscheidung für einen ID-Release- oder einen No-ID-Release-Spender. Wenn Ihre Wahl auf einen ID-Release-Spender fällt, kann Ihr Kind bei Erreichen der Volljährigkeit bzw. des gesetzlichen Mindestalters für eine Kontaktanfrage in Ihrem Land auf identifizierende Informationen des Spenders zugreifen. Diese Option bietet Ihrem Kind die Möglichkeit, mehr über seinen biologischen Hintergrund zu erfahren, falls es das wünscht. Wenn Sie mehr über die Unterschiede zwischen den ID- und No-ID-Release-Spender-Kategorien erfahren möchten, dann lesen Sie hier weiter:
Es ist wichtig zu beachten, dass die Spenderkategorien, die Ihnen zur Verfügung stehen, u. U. von dem Land abhängen, in dem Sie behandelt werden. Wenn Sie nicht wissen, welche Optionen Ihnen zur Verfügung stehen, oder wenn Sie sich noch nicht entschieden haben, wo Sie sich behandeln lassen möchten, dann wenden Sie sich einfach an uns. Wir sind für Sie da, um Sie dabei zu unterstützen, die beste Wahl für Ihre Familie zu treffen. Und wir beraten Sie gerne während des gesamten Prozesses.
5. Räumen Sie emotionaler Unterstützung oberste Priorität ein
Die Gründung einer Familie kann ein sehr emotionaler Prozess sein, und es ist wichtig, dass Sie sich auf die Höhen und Tiefen vorbereiten, die mit Kinderwunschbehandlungen und einer Schwangerschaft einhergehen. Es kann dauern, bis eine Familie entsteht, und der Weg eines jeden Paares verläuft anders. Einige Paare werden schnell schwanger, während andere mit mehr Herausforderungen konfrontiert werden. Wenn Sie stets aufgeschlossen bleiben und bereit sind, Ihre Pläne bei Bedarf anzupassen, hilft Ihnen das, den Prozess positiv zu begleiten. Wenn Sie sich mit Menschen umgeben, die Sie unterstützen, kann das ebenfalls einen großen Unterschied machen:
- Beratung: Viele Kinderwunschkliniken bieten auch Beratungen an, um Paare bei den emotionalen Aspekten von Kinderwunschbehandlungen zu unterstützen. Es kann hilfreich sein, wenn Sie mit einer Fachkraft über etwaige Ängste, Sorgen oder Schwierigkeiten sprechen, die im Verlauf des Prozesses u. U. auftreten.
- Unterstützungsnetzwerke: Wenn Sie sich mit anderen 2-Mütter-Familien vernetzen – entweder über LGBTQ+-Elterngruppen oder -Onlineforen, kann dadurch ein Gemeinschaftsgefühl gefördert werden. Der Austausch mit anderen Menschen, die eine ähnliche Erfahrung gemacht haben, kann wertvolle Einblicke und Trost bieten.
Abschließende Gedanken
Wir bei Born Donor Bank setzen uns für 2-Mütter-Familien ein, damit sie ihre Traumfamilie gründen können. Egal, ob Sie gerade erst damit beginnen, Ihre Optionen auszuloten oder ob Sie bereit sind, den nächsten Schritt zu tun, wir sind für Sie da, um Sie bei jedem Schritt auf diesem Weg zu unterstützen.
Ihr Weg zur Elternschaft ist einzigartig, und wir fühlen uns geehrt, Sie dabei zu begleiten. Sie können sich jederzeit an uns wenden, wenn Sie Rat bzw. Hilfe oder einfach jemanden brauchen, der Ihnen unvoreingenommen zuhört. Gemeinsam können wir Ihren Traum, Eltern zu werden, Wirklichkeit werden lassen.
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